Sonntag, 8. Februar 2009

Manuskrift: Blumen FÜR Alle

BLUMEN FÜR ALLE
Die Firma Fleurop ist ein Blumenversand. Sie liefert seit 100 Jahren Blumensträuße in die ganze Welt. Karsten Flöter aus Berlin ist Chef eines Blumenladens. Er arbeitet aber auch als Fleurop-Bote. Wenn die Fleurop-Zentrale ihn anruft, bindet er einen Strauß und bringt ihn zu demjenigen, der mit den Blumen überrascht werden soll – egal, ob zu Hause oder unterwegs an der Bushaltestelle. Gegründet wurde Fleurop im September 1908. Die Idee hatte der Florist Max Hübner. Er wollte, dass die Blumen frisch bei den Leuten ankommen.
Deshalb sollten nicht die Sträuße selbst, sondern einfach die Aufträge verschickt werden. Und zwar an Blumengeschäfte vor Ort, die dann – wie Karsten Flöter aus Berlin – den Kunden mit den frischen Blumen eine Freude machen.



MANUSKRIPT ZUM VIDEO

SPRECHER:
Weiß symbolisiert Reinheit und Eleganz, mit Rosa lassen sich romantische Gefühle ausdrücken, Gelb dagegen steht für Lebensfreude. Früher waren Blumen ein Code für das, was man sagen wollte, aber nicht in Worte zu fassen wagte. Heute spricht es sich durch die Blume noch immer besonders stilvoll, und geliefert werden Blumen fast überallhin.

KARSTEN FLÖTER:
Ich bin gern Blumenbote, weil es einfach immer wieder Spaß macht, Menschen eine Freude zu machen – mit Blumen, sie lachen zu sehen, sich freuen zu sehen, und das gibt einem einfach ein tolles Gefühl.

SPRECHER:
Der Berliner Blumenladen Flower Factory. Hier ist Karsten Flöter seit 15 Jahren der Chef. Immer noch bindet er jeden Strauß voller Hingabe. Mit diesem hier soll gleich jemand überrascht werden. Karsten Flöters Geschäft gehört zum Fleurop-Netzwerk. Daher verwandelt er sich persönlich in einen Fleurop-Boten. Alle Aufträge, die in der Umgebung seines Blumenladens auszuliefern sind, bekommt er telefonisch von der Fleurop-Zentrale. Meistens muss es dann sehr schnell gehen.

KARSTEN FLÖTER:
Ich hab hier, ja, soweit ich weiß, einen Strauß für einen Mann von seiner Frau, und wie ich mir denke, haben die gerade geheiratet, und deswegen ist der Strauß so weiß. Und sie möchte ihn halt überraschen, und der ist bis 16 Uhr da, deswegen muss ich mich beeilen.

KARSTEN FLÖTER:
Guten Tag Herr Wuttje, die Flower Factory, ich hab einen Fleurop-Blumengruß für Sie.

KUNDE:
Oh, wie komm ich denn zu der Ehre?

KARSTEN FLÖTER:
Tja, das müssen Sie den Auftraggeber fragen.

KUNDE:
Danke!

KARSTEN FLÖTER:
Tschüs, schönen Tag!

SPRECHER:
Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts sagt man es gern mit Blumen. Und damit die schön frisch ankommen, hat der Berliner Florist Max Hübner eine Idee. Im September 1908 schickt er von seinem Geschäft nicht Blumen auf die Reise nach Potsdam, sondern einfach den Auftrag an einen befreundeten Floristen vor Ort. Der Blumenversand ist gegründet.

LUDWIG ANGELI:
Es war damals wirklich schon so, dass man von Berlin aus zum Beispiel Blumen geschickt hat nach Moskau oder auch nach Rom. Und man kann sich vorstellen, dass diese Lieferungen, die dann per Paket und sicher nicht so schnell wie heute ankamen, manchmal schon ein bisschen welk waren. Und der hat gesagt, wir machen das ganz anders – war eine blendende Idee.

SPRECHER:
Fleurop, eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, wird ein Riesenerfolg. Weltweit schließen sich 50000 Floristen an das Netz an. Viele Jahre ist Fleurop ganz allein auf dem Markt. Heute verschicken auch andere Unternehmen Blumensträuße. Bei Fleurop geht alle acht Sekunden ein Blumenstrauß auf die Reise. Auch Karsten Flöter hat wieder einen Auftrag. Er überrascht ein Mädchen direkt an der Bushaltestelle.

KARSTEN FLÖTER:
Hallo, bist du Hanna?

KUNDIN:
Ja.

KARSTEN FLÖTER:
Ah, toll, dann hab ich ein paar Fleurop-Blumen für Dich.

KUNDIN:
Dankeschön.

KARSTEN FLÖTER:
Bitteschön. Tschüs, viel Spaß damit!


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